Hallo, ich bin Konstanze. Ich habe mich schon immer dafür interessiert, wie Dinge funktionieren. Wo kleine Veränderungen große Wirkung entfalten und wo die Theorie im echten Leben standhält…oder spektakulär scheitert.
Diese Art zu denken hat alles geprägt, was ich bisher gemacht habe. Ich bin Wissenschaftlerin mit einem Abschluss in Mathematik und einer Promotion in Luft- und Raumfahrttechnik.
In meiner früheren Arbeit habe ich viele Jahre komplexe Softwareumgebungen betreut und weiterentwickelt. Systeme, die über die Zeit wachsen, sich einfachen Lösungen widersetzen und manchmal ziemlich unerklärlich den Geist aufgeben, weil niemand sie wirklich versteht. Ich war an der Schnittstelle von Forschung, Tools und Infrastruktur und war die Erste in meinem Team, die versucht hat, Abhängigkeiten systematisch sichtbar zu machen und zu ordnen.
Ich liebe komplexe Probleme, Mustererkennung und dieses ganz spezielle Gefühl, etwas wirklich verstanden zu haben nicht nur oberflächlich.
Dieser Hintergrund hat zwei Dinge bewirkt. Er hat mich vorsichtig gemacht gegenüber Gewissheiten und absoluten Wahrheiten. Und er hat mich darin geschult, alle verfügbaren Werkzeuge zu nutzen: analytisch, technisch und konzeptionell, um herauszufinden, was unter realen Bedingungen und mit allen Einschränkungen tatsächlich tragfähig ist.
Flexible Veränderung
Noch bevor ich diese Denkweise auf Software und technische Systeme angewendet habe, hatte ich sie bereits persönlich erlebt.
In meinen frühen Zwanzigern habe ich deutlich an Gewicht verloren. Rückblickend erscheint mir fast wichtiger, dass ich dabei meine Beziehung zum Essen nicht beschädigt habe. Heute sehe ich das als eine echte Leistung. Ich habe mich nie „auf Diät gesetzt“ und bin keinen starren Prinzipien gefolgt. Ich war skeptisch gegenüber Extremen und bereit, mein Vorgehen anzupassen, statt es mit Gewalt durchzusetzen.
Diese Erfahrung hat mein langfristiges Interesse an Ernährung, Verhalten und Biologie geweckt und gleichzeitig meine Liebe zum Kochen vertieft. Ich habe in mehreren Ländern gelebt und war immer fasziniert davon, wie Esskultur nicht nur beeinflusst, was wir essen, sondern auch, wie wir über Nahrung, Genuss und Fürsorge denken. Essen war für mich nie nur Nahrungsaufnahme. Es bedeutet Verbindung, Erinnerung und Handwerk. Und ja, auch Liebe.
Deshalb gibt es hier Backen neben Biohacking. Und deshalb sind Wissenschaft und Kuchen in meiner Welt keine Gegensätze.
Der gesundheitliche Wendepunkt
Als Jahre später eine chronische Erkrankung in mein Leben kam, wurde Nachhaltigkeit plötzlich unverzichtbar. Alles, was ich bis dahin über Gewohnheiten, Maßhalten und Selbstakzeptanz gedacht hatte, musste sich unter realen Einschränkungen bewähren. Gesundheit war nicht länger nur ein Interessengebiet, sondern etwas, dem ich mich aufmerksam, langfristig und ohne Dogmen widmen musste. Zunächst habe ich versucht, das Problem so anzugehen, wie ich es kannte. Mit Experimenten, Optimierung und Druck. Irgendwann wurde klar, dass ich meinen Körper nicht mit Anstrengung zurück ins Gleichgewicht bringen kann. Die alten Fragen stellten sich neu. Warum halten manche Veränderungen über Jahre, während andere schnell wieder verpuffen? Wie können Gewohnheiten im Alltag bestehen, statt bei der ersten Belastung zusammenzubrechen?
Was mir geholfen hat, war nicht die eine perfekte Methode, auch wenn Strukturen und Protokolle ihren Platz hatten. Entscheidend war, genauer hinzuhören, Grenzen ernst zu nehmen und langsam wieder aufzubauen. Maßvolle, anpassungsfähige Ansätze sind Extremen langfristig oft überlegen. Sie funktionieren aber vor allem dann, wenn sie selbstverständlicher Teil des Lebens werden. Ich habe mich durch diese Erfahrung nicht komplett neu gefunden oder erfunden, aber sie hat vertieft, wie ich über Gesundheit denke. Sie hat meine Skepsis gegenüber leistungsorientierter Wellness und strengen Plänen verstärkt und mein Interesse an Ansätzen geschärft, die Raum lassen für Pausen, Schwankungen und Menschlichkeit.
Deshalb sind Biohacking und Akzeptanz für mich kein Widerspruch. Die Form von Biohacking, die mich interessiert, setzt mehr auf Neugier als Disziplin. Ich nutze Werkzeuge bewusst und ohne schlechtes Gewissen, nicht um mich weiter unter Druck zu setzen, sondern um das Leben einfacher, und lebenswerter zu machen.

Was ich jetzt mache
Ich studiere derzeit Ernährungswissenschaften und baue diesen Ort parallel zu meinem Studium auf.
Hier schreibe, probiere aus und denke laut nach über:
- Gesundheit über viele Jahre hinweg (Healthspan), nicht nur über Lebensverlängerung (Lifespan)
- alltagstaugliches Essen
- Biohacking für Frauen, datenbasiert, aber ohne Leistungsdruck
- Gewohnheiten, die mit dem Körper arbeiten und nicht gegen ihn
- und über die leiseren Seiten von Gesundheit wie Zweifel, Erschöpfung, Identität und Veränderung
Manches davon ist sehr praktisch, anderes eher nachdenklich. Vieles liegt irgendwo dazwischen.
Technikhilfe
Neben meiner Arbeit rund um Gesundheit und Ernährung biete ich praktische technische Unterstützung für Frauen an, die Online-Businesses führen oder aufbauen.
Dazu gehört das Einrichten und Pflegen von WordPress-Websites, die Arbeit mit Newslettern und E-Mail-Automationen sowie das Entwirren technischer Systeme, die über die Zeit unübersichtlich, fragil oder unnötig kompliziert geworden sind. Ich helfe dabei, Systeme verständlich und zuverlässig zu machen. Ich repariere, was kaputt ist, vereinfache, was überbaut wurde, und erkläre Dinge so, dass sie auch langfristig gut nutzbar bleiben.
Ich gehe technische Arbeit mit der gleichen Haltung an wie Gesundheit. Sie sollte eine stabile Grundlage sein und keine zusätzliche Belastung. Und manchmal braucht es dafür vor allem eines: eine Übersetzerin.
Wie ich arbeite
Ich bin nicht hier, um zu predigen, strenge Pläne anzuordnen, oder schnelle Transformationen in vier Schritten zu versprechen. Ich glaube nicht an Wunderlösungen, starre Frameworks oder dass es für jeden die gleiche Lösung gibt- dann wäre die Ernährungswissenschaft ja auch überflüssig. Ich glaube daran, dass Menschen in der Lage sind, sich selbst wieder zu vertrauen wenn sie die richtigen Informationen und Unterstützung bekommen. Was ich anbiete, ist klares Denken, ehrliches Ausprobieren und die Bereitschaft, Dinge nicht vorschnell zu vereinfachen.
Ich bringe die Wissenschaft mit. Ich erzähle Geschichten. Und ich bleibe offen dort, wo Dinge noch unklar sind oder sich erst entwickeln.
Willkommen
Das hier ist meine kleine Ecke im Internet. Ein Ort, an dem Zellkern und Zimtstern nebeneinander existieren dürfen. An dem Gesundheit ernst genommen wird. Und an dem gutes Leben nicht ständige Selbstbeobachtung oder Kontrolle voraussetzt. Wenn du neugierig darauf bist, etwas aufzubauen, das trägt- in deiner Gesundheit, deinen Gewohnheiten oder deiner Beziehung zum Essen -bist du hier herzlich willkommen.
PS: Das ist ein zweisprachiger Blog und ich habe im Moment keine genaue Contentstrategie. Manche Beiträge schreibe ich auf Deutsch manche auf English und übersetze sie dann in die jeweils andere Sprache. Und ja ich benutze zum Einen Tools dafür, es kann also schon sein, dass sich ein Satz manchmal holprig anhört. Zum Anderen kann es aber vorkommen, dass noch ein Absatz dazukommt so wie hier. Aber so ist das, wenn man im Zwischenraum lebt. Und wenn ich irgendein Prinzip in meinem Leben erkannt habe- ein Wink mit dem Zaunpfahl des Universums- dann das mein Leben dazwischen stattfindet. Zwischen den Ländern und den Sprachen, zwischen Naturwissenschaft und Philosophie, zwischen Biohacking und Kuchen. Es ist mal an der Zeit das Beste daraus zu machen anstatt sich brav in eine Schublade zu setzen. Es hat sich vorübergehend ausgebravt.