So, jetzt habe ich es endlich auch mal geschafft daran zu denken: bei 12 von 12 geht es darum, an einem willkürlichen Tag (der 12. des Monats) 12 Bilder zu posten. Ich habe es mir jetzt drei Monate vorgenommen und jedes mal vergessen oder zu spät daran gedacht.
Mein Tag begann mit einer Tasse schwarzen Kaffees natürlich ohne Foto, denn da hatte mir mein Handy die Erinnerung noch nicht geschickt. Eigentlich trinke ich meinen Kaffee lieber mit Milch, aber ich faste gerade für ein paar Tage. Geplant waren drei Tage, die heute Abend enden sollten. Da mein Start nicht gerade ideal war (letzte Mahlzeit: Pizzaparty), könnten es auch dreieinhalb werden. Deshalb gibt es heute ausnahmsweise keine Essensbilder.
Das erste Bild zeigt meinen Garten, der vor der angekündigten dreitägigen Hitzewelle noch etwas Wasser wollte.

Dann habe ich den Reifegrad der Kornellkirschen (für Marmelade) und Holunderbeeren (für Saft) geprüft. Beide brauchen noch ein bisschen Zeit.

Weiter ging es mit einem Morgenspaziergang auf meiner Standardrunde. Ich kann direkt von zuhause los und bin immer wieder dankbar, dass die Natur so nah ist. Am dritten Fastentag fühlte sich der Hügel dann doch ein bisschen bergmäßig an. Mein Körper braucht beim Fasten immer etwas Anlaufzeit, aber dann fühlt sich Bewegung gut an. Ich habe lange überlegt, ob “ein Spaziergang drin ist” (nicht wegen der Energie, sondern weil ich soviel zu tun habe nach zwei Wochen Urlaub) oder ich mich lieber gleich an den Schreibtisch setze aber ehrlich gesagt kommen mir die besten Ideen und Problemlösungen draußen. So auch heute.

An den Brombeeren bin ich natürlich ein bisschen wehmütig vorbeigegangen. Und es gab wirklich richtig viele. Vielleich fällt einem das auch erst recht auf, wenn man fastet.

Diesen Teil meiner Wanderung bin ich barfuß gegangen. Es ist so schön den Boden direkt zu spüren. Mein Mann nennt mich Barfußfanatiker…whatever.

Dann gab es noch eine kleine Tanzeinlage, einfach weil der Morgen so wunderschön war.

Der Sumpfschachtelhalm stand in voller Pracht, da musste ein Foto mit.

Danach Füße waschen, Schuhe wieder anziehen, und mit dem Gefühl nach Hause gehen, genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich bin dankbar für all die Eindrücke, meinen Körper, der sich freudig bewegt, die Sonne, den blauen Himmel. Ein tiefes Gefühl von Freude.

Wieder daheim war ich natürlich etwas hungrig und habe mir deshalb einen Tee mit Zitrone, Rosmarin und Minze aus dem Garten gemacht.

Dann kam meine tägliche Duolingo-Runde. Das is nicht die effektivste Art, eine Sprache zu lernen, aber sie hält mich bei der Stange. Danach habe ich mich an die Planung meiner Yogastunde für den nächsten Tag gemacht (erst die zweite meines Lebens dementsprechend dauert es etwas).

Und ich schreibe mir jedes Detail auf, damit ich auch nichts vergesse. Gut vorbereitet sein beruhigt mich.

Abendessen gab es natürlich nicht – nur einen salzigen Pfefferminztee (ja, das schmeckt tatsächlich!) und ein paar andere Elektrolyte. Ich beschloss, den Refeed auf den Morgen zu verschieben und habe dann noch einmal nachgemessen: Ich messe dreimal täglich meinen Blutzucker (und Ketonspiegel) einfach, um ein zusätzliches Puzzlestück zu haben, während ich faste. Mich interessiert, wie mein Körper auf Bewegung, Ruhe oder Tageszeit reagiert. Ja, es war an der Zeit, bald wieder zu essen, aber abgesehen von Müdigkeit ging es mir gut.

Rückblickend war es genau richtig, das Fasten am nächsten Morgen zu brechen. Mein Körper war bereit, und ich auch. Das erste Essen schmeckte unglaublich, und seitdem fühle ich mich leicht, klar und zufrieden. Dieser 12. bleibt mir als Tag in Erinnerung, an dem Fasten, Bewegung, Natur und kleine Freuden ganz selbstverständlich ineinandergeflossen sind.
PS: Das Warum meiner Fastengeschichte mit Zahlen, Kurven und ein paar überraschenden Erkenntnissen erzähle ich bald ausführlicher in einem eigenen Beitrag.
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