Freigegeben: AZ-XY-008 Der Fall der leeren Türschlossbatterie

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STATUSVERMERK
Freigabe zur Einsicht erteilt am 01.04.2026.
Frühere Zugriffsbeschränkungen aufgehoben.

Vorfall

Die Batterie eines Türschlosses wurde so lange nicht ersetzt, bis sie vollständig leer war und das Schloss seinen Dienst einstellte. Infolge des Vorfalls verlängerte sich die Arbeitszeit einer Mitarbeiterin um etwa eine Stunde.

Beweismittel

-Eine vollständig entladene Türschlossbatterie.
-Eine Mitarbeiterin, die eine Stunde über ihre reguläre Arbeitszeit hinaus bleiben musste.
-Kein erkennbares System zur vorbeugenden Wartung
-Eine vorgesetzte Instanz in sichtbar erhöhter Erregungslage, die nach Zeugenaussagen „wie ein Gnom auf und ab sprang“
-Mehrere erfolglose Versuche, ehemalige Mitarbeitende telefonisch zu erreichen, um in Erfahrung zu bringen, wo sich Ersatzbatterien befänden und wie diese zu wechseln seien.

Darstellung der Geschäftsleitung

Der Vorfall wurde als akute betriebliche Störung behandelt. Besonderes Bedauern wurde darüber geäußert, dass ehemalige Mitarbeitende telefonisch nicht erreichbar gewesen seien, um Auskunft über Lagerort und Austauschverfahren der Batterien zu geben.

Zeugenaussagen

Mitarbeitende berichteten, das eigentliche Problem habe weniger im versagenden Schloss als im Fehlen einer grundlegenden Vorbereitung auf einen absehbaren Wartungsfall bestanden. Ferner wurde beobachtet, dass ehemalige Mitarbeitende nach dem Verlassen der Einrichtung offenbar nicht bereit waren, weiterhin spontanen telefonischen Bereitschaftsdienst zu leisten.
Es wurde empfohlen, die Geschäftsleitung künftig nicht in operative Vorgänge einzubeziehen, um den Ablauf nicht zusätzlich zu erschweren. Das Schloss enthielt sich einer Aussage.

Arbeitshypothese

Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Batterie nicht plötzlich „ganz unerwartet“ leer geworden sei, sondern sich bereits seit geraumer Zeit in einem vorhersehbaren Prozess der Entladung befunden habe. Fachleute vermuten, dass der eigentliche Notfall weniger technischer als organisatorischer Natur war und vor allem durch fehlende Wartung, mangelnde Dokumentation und eine lückenhafte Übergabekultur begünstigt wurde.

Stand der Ermittlungen

Batterie erschöpft. Geduld ebenfalls.

Anlage 1: Zustand des Schlosses nach unsachgemäßer Handhabung der Geschäftsleitung im Zustand erhöhter Erregtheit (Foto mit abgesprungenem Lack)