Kaffeehusarenkrapfen Rezept

Veröffentlicht am Kategorisiert als Der Teil mit dem Kuchen

Dieses Kaffeehusarenkrapfen-Rezept war ursprünglich Teil meines Plätzchenadventskalenders 2025, einer E-mail-Serie im Dezember. Die anderen Rezepte findest du hier (ich bin dabei sie nach und nach zu übertragen) sodass man sie einfach finden kann. Du kannst dich dort auch für das nächste Jahr anmelden.


Diese Plätzchen aus der Kategorie Engelsaugen sind bei mir jedes Jahr der Auftakt der Saison. Ich backe sie seit 20 Jahren. Das Rezept stammt aus einem Magazin, welches meine Oma für mich abonniert hatte als ich noch studierte “damit ich Inspiration zum Kochen habe.” (Ich habe immer noch einen großen Stapel davon).

Und diese eine Ausgabe startete dann meine jährliche Backtradition. Ich mache auch grundsätzlich das doppelte Rezept. 2013, als ich ein Jahr in England bei meinen Schwiegereltern wohnte (die Situation war für meinen Mann traumatischer als für mich :D), erklärte meine Schwiegermama diese Plätzchen zu ihrem absoluten Favorit.

Und seit ungefähr fünf Jahren helfen mir meine Kinder jedes Jahr (am Anfang haben sie noch den vollen Backenthusiasmus).

Meine Erfahrungswerte, Tips und Tricks findest du unterhalb des Rezepts, es lohnt sich beim Nachbacken sich einmal alles durchzulesen. Los geht’s!

Kaffeehusarenkrapfen

Gefüllte mürbe Kaffeeplätzchen

Ergibt 50 Plätzchen


175g Mehl
50g gemahlene Mandeln
50g Zucker
125g Butter
1 Eigelb
3 Tl lösliches Kaffeepulver (es muss nicht super fein sein)
1 Prise Salz
100g Marmelade (Schwarze Johannisbeere passt sehr gut)
2 EL Puderzucker (zum Bestreuen)


Teig herstellen
In einer Schüssel, Mehl, Mandeln, Zucker, Butter, Eigelb, Kaffeepulver und Salz zu einem Teig verkneten. Nur solange kneten bis der Teig zusammenhält.
Den Teig mindestens eine Stunde kaltstellen (oder über Nacht).

Tip: Für eine schnellere Kühlung kann man ihn auch flach auf einen Teller drücken).

Plätzchen formen
Den Ofen auf 180 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen. Dieser Schritt ist wichtig damit die Plätzchen nicht verlaufen.
Vom Teig kleine Stücke abnehmen und zu Kugeln rollen (meine sind ungefähr 8g pro Stück). Dann mit einem Essstäbchen oder Kochlöffelstiel eine Mulde in jedes Plätchen drücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Ein Backblech sollte ausreichen für die einfache Menge.

Tip: Falls die Plätzchen zu stark reißen:
-etwas mit der Hand anwärmen
-oder mit der anderen Hand gegenhalten während man die Mulde macht

Backen
Die Plätzchen nochmals kalt stellen. Wenn es draußen kalt ist kann man sie einfach kurz rausstellen. Oder auch in die Gefriertruhe (5 Minuten). Damit verhindert man, dass sie zu stark auseinander laufen.
Dann bei 180 Grad 10 Minuten backen bis sie ganz leicht braun sind. Dann auf einem Gitterrost komplett abkühlen lassen.

Füllen
Die Marmelade in der Mikrowelle oder im Topf anwärmen damit sie flüssig wird. Dann mit einem Teelöffel die Mulden befüllen. Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben (der Puderzucker auf der Marmelade löst sich später auf).

Tips & Tricks

Zeitplan

Da das hier das erste Rezept ist: für mich sind die meisten Plätzchen Mehrtagesprojekte. Damit braucht man nicht soviel Zeit am Stück und umgeht die manchmal längeren Wartezeiten. Und kann dann zum Beispiel auch abends nach der Arbeit backen oder die Geduld der Kinder nicht zu sehr strapazieren. Für mich sieht das so aus:

Tag 1: Den Teig herstellen und kühlen
Tag 2: Die Plätzchen formen und backen
Tag 3: Dekoration

Man kann auch mehrere Teige auf einmal herstellen, dieser hier hält sich im Kühlschrank für ein paar Tage aber manche Lebkuchen könnte man auch jetzt anfangen (wobei…ich schreibe diesen Beitrag während einer Hitzewelle und ich muss sagen mir ist gerade nicht nach Lebkuchen 😀 )

Eier

Dieses Rezept verwendet nur Eigelbe. Grundsätzlich kann man im mürbteigähnlichen Gebäck sowohl ganze Eier als auch nur die Eigelbe verarbeiten. Ich versuche grundsätzlich meine Rezepte so abzustimmen, dass sich Eigelbe und Eiweiße am Schluss ausgleichen. Rezepte mit viel Eiweiß sind die Makronen (z.B. Zimtsterne).

Ofeneinstellung

Für alles was in Richtung Mürbteig geht (diese Plätzchen hier und die meisten Ausstecher) sollte der Ofen gut vorgeheizt sein. Denn dann backen die Plätzchen außen schneller an und behalten ihre Form besser.
Außerdem funktioniert für mich Ober-und Unterhitze in meinem Nichtprofiofen besser bei den meisten Rezepten, ich finde dass dann die Plätzchen gleichmäßiger durchbacken. Es gibt auch Ausnahmen (z.B. Zimtsterne die eher trocknen, da hilft Umluft).

Und jetzt viel Spaß beim Backen!

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