Dieses Zimtsterne-Rezept war urspünglich Teil meines Plätzchenadventskalenders 2025, einer E-mailserie im Dezember. Die anderen Rezepte findest du hier (ich bin dabei sie nach und nach zu übertragen) sodass man sie einfach finden kann. Du kannst dich dort auch für das nächste Jahr anmelden.
Ich bin bekennender Fan, ich habe ja sogar meinen Blog nach ihnen benannt: Zimtsterne gehören für mich einfach zu Weihnachten dazu und ich backe sie schon seit vielen Jahren fast jedes Jahr. Mit ihrer schneeweißen Glasur gehören sie für mich optisch einfach zu Weihnachten. Wenn wir schon keinen Schnee mehr bekommen… Sie sind auch keine Divas was die Lagerung angeht- sie bleiben lange frisch und sind nicht besonders empfindlich, sodass ich sie im Gegensatz zu anderen Plätzchen zur Aufbewahrung nicht zwischen Lagen von Backpapier schichte.
Und dann sind sie auch noch natürlicherweise glutenfrei und haben eine erfrischend kurze Zutatenliste: Eier, Zucker, Nüsse und Zimt.
Das Einzige was man den Zimtsternen ankreiden kann ist, dass sie etwas aufwendig sind in der Herstellung. Aber ehrlich gesagt finde ich es ganz meditativ sie in der Adventszeit mit Eiweiß zu bepinseln. Also los zum Rezept (Tips und Tricks gibt es am Ende).

Zimtsterne
Weiche Nusssterne mit einer knusprigen weißen Glasur

Ergibt ca 50 Plätzchen (je nach Ausstecher)
Zutaten
400g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
3 Eiweiße (Größe M)
250g Puderzucker
2 Tl gemahlener Zimt
Prise Salz
Zubereitung
Die Eiweiße mittelsteif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. 3 Esslöffel abnehmen (für die Glasur) und in einem Schälchen abgedeckt zur Seite stellen.
Die Hälfte der Nüsse einkneten und dann solange Nüsse dazugeben, bis ein weicher, aber nicht mehr klebriger Teig entsteht.
Zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie etwa 1cm dick ausrollen. Falls der Teig sehr klebt noch ein paar Nüsse nachgeben. Alternativ kann man auch Backpapier verwenden oder direkt ausrollen mit Puderzucker auf der Arbeitsplatte.
Die Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Zimtsterne gehen beim Backen nicht auf und laufen auch nicht auseinander, man braucht also nicht viel Abstand. Den Teig solange neu ausrollen und ausstechen bis er aufgebraucht ist.
Die Sterne glasieren. Ich mache das mit einem Silikonpinsel (siehe Bild unten).
Bei 120 Grad Umluft ca 25 Minuten backen. Die Glasur sollte dabei weiß bleiben, wenn sie gelblich wird, dann war der Ofen wahrscheinlich zu warm. Macht aber nichts.
Die Sterne komplett abkühlen lassen (ich ziehe das Backpapier nach ein paar Minuten vom Blech auf einen Gitterrost), am Anfang sind sie noch zerbrechlich, werden dann aber sehr robust, sodass ich sie einfach in einer Keksdose aufbewahre. Sie halten sich mehrere Wochen werden aber natürlich härter. Man bekommt sie wieder weich mit einem Stück Apfel oder Brot in der Dose (nur für eine Nacht wegen Schimmelgefahr. Ja das funktioniert wirklich! (auch wenn sie zulang bebacken wurden).

Tips & Tricks
Eier
Für dieses Rezept braucht man nur Eiweiß. Es lässt sich deshalb wunderbar mit einem Rezept kombinieren, das nur Eigelb benötigt (ich verwende zum Beispiel oft nur Eigelb für mein Mürbeteigrezept oder auch die Kaffeehusarenkrapfen).
Zur Lagerung: Eiweiß und Eigelb halten sich getrennt etwa vier Tage im Kühlschrank, lassen sich aber auch problemlos einfrieren (Eigelb mit einer Prise Salz).
Nüsse
Gemahlene Nüsse verhalten sich anders als Mehl. Sie enthalten kein Gluten, nehmen nur wenig Feuchtigkeit auf und sorgen zusammen mit Eiweiß für diese wunderbar saftige, leicht zähe Konsistenz ähnlich wie bei einem mehlfreien Schokoladenkuchen.
Die berühmte weiße Glasur besteht im Grunde aus derselben Eiweißmasse wie der Teig selbst, nur ohne die Nüsse. Beim Backen trocknet sie zu einer dünnen, knusprigen Schicht, während das Plätzchen darunter weich bleibt.
Für Zimtsterne bedeutet das drei Dinge:
- Sie brauchen eine niedrige Backtemperatur und etwas Geduld. Eher trocknen als backen.
- Sie sollten relativ dick ausgestochen werden: etwa 1 cm damit sie beim Backen nicht austrocknen.
- Die Sternform macht die Sache etwas fummeliger. Spitze Zacken und eine klebrige Glasur verlangen definitiv eine Portion Geduld, aber es ist auch nicht so schwer wie es vielleicht aussieht.


Grundsätzlich gibt es zwei Methoden wie man die Glasur auf die Sterne bekommt und man kann sich darüber streiten (aber es ist ja Weihnachten also streiten wir mal nicht) welche die bessere ist.
Methode 1: Der Teig wird ausgerollt, dan bestrichen und dann ausgestochen. Man kann entweder einen normalen Ausstecher nehmen (der natürlich klebrig wird) oder einen speziellen Zimtsternausstecher, der in der Mitte auseinanderklappt (habe ich noch nie probiert). Man muss dann, bevor man den Teig neu ausrollt etwas Nüsse neu einkneten, da man ja auch die übrige Glasur mit einknetet.
Methode 2: So wie oben beschrieben. Dabei bleibt der Ausstecher ein bisschen sauberer und man muss den Teig nicht neu kneten vor dem Ausrollen. Aber dafür muss man die Sterne eben einzeln bestreichen.
So mache ich das:

Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Nachbacken!